Kommission des Prop-Brokers, Spread und Swap
Kommission des Prop-Brokers, Spread und Swap werden abgezogen, bevor der Gewinn berechnet wird — und damit vor der Anwendung des Splits. Wir behandeln die drei Größen, aus denen der Preis eines Trades besteht, und warum der Spread eines Prop-Kontos von dem eines Brokers abweichen kann.
Drei Abzüge in einem Trade
Das Ergebnis zwischen Einstiegs- und Ausstiegspreis ist noch kein Gewinn. Bevor der Split angewandt wird, werden drei Größen davon abgezogen, und jede wird anders berechnet: der Spread aus Größe und Instrument, die Kommission aus der Zahl der Lots, der Swap aus der Haltedauer.
| Abzug | Wovon er abhängt | Im Beispiel auf 2 Lots |
|---|---|---|
| Spread | Instrument, Tageszeit, Liquiditätsanbieter | 40 $ |
| Kommission pro Round Turn | Zahl der Lots, Tarif des Programms | 24 $ |
| Swap | Zahl der Nächte, Satz des Instruments | 20 $ |
| Summe | Es addiert sich | 84 $ |
Bei einem einzelnen Trade sehen 84 $ neben einem Ergebnis von 400 $ wie eine Kleinigkeit aus. Rechnen muss man aber nicht den Trade, sondern die Periode: bei einem Umsatz von 200 Lots pro Zyklus ergeben dieselben Größen rund 800 $ — und das wird von der Basis abgezogen, von der danach Ihr Anteil genommen wird.
Warum der Spread eines Prop-Kontos vom Broker abweicht
Auf einem Prop-Konto steht zwischen Ihrem Klick und dem Preis die Engine der Firma und nicht nur ein Broker. Daraus folgen zwei Effekte, die es auf einem normalen Konto nicht gibt.
Was den Spread anders macht
- Der Aufschlag der Firma
- Wo die Ausführung intern ist, bleibt ein Teil des Spreads bei der Firma. Das ist eine ihrer vier Umsatzquellen, und sie wächst mit Ihrem Umsatz.
- Ein eigener Liquiditätsanbieter
- Die Preise kommen nicht von Ihrem Broker, sondern von dem Anbieter, den die Firma gewählt hat. Der Spread auf demselben Instrument kann merklich abweichen.
- Das Ausführungsmodell
- Auf einem simulierten Konto wird die Slippage durch die Regeln der Engine bestimmt. Sie kann milder als am Markt sein oder härter — aber sie ist anders.
Prüfen lässt sich das vor dem Kauf: der Spread wird in der Instrumentenspezifikation veröffentlicht und das Ausführungsmodell in der Kontobeschreibung. Fehlt die Spezifikation, ist das dieselbe rote Flagge wie fehlende Regeln.
Was die Kosten mit Ihrer Strategie machen
Kosten verringern nicht einfach das Ergebnis — sie treffen verschiedene Strategien unterschiedlich, und das verändert die Wahl der Firma.
Häufige Fragen
Welche Kommission verlangt ein Prop-Broker?
Der Tarif hängt von Programm und Instrument ab und steht in der Spezifikation: meist pro Round Turn und Lot. Die Größenordnung bei Hauptwährungspaaren liegt bei einigen Dollar pro Lot, es gibt aber auch Programme ohne Kommission mit breiterem Spread.
Warum ist der Spread eines Prop-Kontos breiter als beim Broker?
Weil die Kurse von dem Anbieter kommen, den die Firma gewählt hat, und bei interner Ausführung ein Teil des Spreads bei ihr bleibt. Das ist eine ihrer Umsatzquellen, und sie wächst mit Ihrem Umsatz.
Fällt auf einem Prop-Konto Swap an?
Meist ja, nach denselben Regeln wie beim Broker: für das Halten einer Position über Nacht. Es gibt Programme ohne Swap, dort übernimmt seine Rolle aber in der Regel ein breiterer Spread oder eine Kommission.
Zählen die Kosten zum Drawdown-Limit?
Bei einem Teil der Firmen ja. Für eine Strategie mit hohem Umsatz ist das keine Rundung: zweihundert Lots zu 4 $ sind 800 $, vergleichbar mit einem Stop. Die Formulierung findet man neben der Beschreibung der Limitberechnung.
Was ist swap-free und wann braucht man es?
Ein Konto ohne Swap: für das Halten einer Position über Nacht wird kein Zins berechnet oder abgezogen. Statt Swap nimmt ein Teil der Firmen eine feste Gebühr für das Halten, und für eine Positionsstrategie ändert das die Arithmetik der Kosten: der Swap hängt von Zinsen und Richtung der Position ab, eine feste Gebühr nicht. Was Ihre Firma nimmt, steht in der Kontospezifikation.
Werden die Kosten vor oder nach dem Split abgezogen?
Vorher. Der Split wird auf den Gewinn nach Handelskosten angewandt, deshalb verkleinert der Umsatz Ihren Anteil zweimal: zuerst senkt er die Basis, dann wird der Prozentsatz von der kleineren Basis genommen.
Wie erfährt man seine Kosten im Voraus?
Aus der Instrumentenspezifikation: dort stehen der typische Spread und die Kommission. Der Swap wird separat veröffentlicht, meist als Tabelle nach Instrument. Multiplizieren Sie mit Ihrem erwarteten Umsatz pro Zyklus — das ist der Wert für die Rechnung.
Wie senkt man Kosten, ohne den Handel selbst zu ändern?
Manchmal: auf ein Instrument mit engerem Spread wechseln, in den liquiden Stunden handeln, Positionen nicht über Nacht halten. Lebt die Strategie aber vom Umsatz, sind die Kosten ihre eingebaute Eigenschaft.
Was ist teurer: Kommission oder Spread?
Das hängt vom Programm ab: ein Teil nimmt Kommission bei engem Spread, ein Teil verzichtet auf Kommission bei breitem. Vergleichen muss man den Gesamtpreis pro Round Turn bei Ihrer Größe und nicht eine der Komponenten.
Wirken sich die Kosten auf die Consistency Rule aus?
Indirekt: die Regel rechnet den Anteil des besten Tages am Gewinn, und der Gewinn ist bereits abzüglich der Kosten. Bei hohem Umsatz ist die Basis kleiner, und dieselbe Summe an einem Tag ergibt einen größeren Anteil.