Prop-Konto und Funded Account
Ein Prop-Konto ist keine Einzahlung und nicht Ihr Konto bei einem Broker. Wir arbeiten heraus, was ein Prop-Konto im Trading ist, wie sich ein Funded Account von einem normalen unterscheidet und warum ein Funded Account bei den meisten Programmen simuliert ist.
Ein Prop-Konto ist das Konto der Firma mit Ihrem Zugang
Ein Prop-Konto ist ein Handelskonto, das auf eine Prop-Firma eröffnet ist und zu dem Sie nach Vertrag Zugang erhalten. Ein Funded Account ist dasselbe, aber so nennt man meist ein Konto nach bestandener Evaluierung, wenn das Gewinnziel entfallen ist und ein Split erschienen ist.
Drei Folgen daraus, dass das Konto nicht Ihnen gehört, und alle drei verändern die Praxis:
Was man mit einem Prop-Konto nicht tun kann
- Mittel vom Konto abheben
- Es gibt nichts abzuheben: das Geld, das Sie eingezahlt haben, liegt dort nicht. Es gibt eine Auszahlung — die Überweisung Ihres Gewinnanteils aus Mitteln der Firma nach Vertrag.
- Broker oder Plattform wechseln
- Die Ausführungsbedingungen setzt die Firma. Passen Ihnen Spread oder Engine nicht, muss man die Firma wechseln und nicht die Einstellungen.
- Die Handelshistorie übertragen
- Die Statistik bleibt im System der Firma. Beim Wechsel zu einer anderen Firma muss man das Ergebnis von neuem belegen.
Ein echter oder ein simulierter Funded Account
Das ist der wichtigste Unterschied, und er steht fast nie im Schaufenster. Im simulierten Modus werden Trades im System der Firma ausgeführt; im echten gehen sie zu einem Broker. FTMO sagt über die eigenen Konten offen: all accounts we provide to our clients are demo accounts with fictitious funds, und die Formulierung «up to $200,000 simulated capital» beschreibt simuliertes Kapital.
Ein Betrug ist das nicht: die Auszahlung ist in beiden Fällen echt, und die Mechanik funktioniert. Für den Trader ist der Unterschied aber praktisch — er verändert die Qualität der Statistik, die Sie erhalten.
| Simuliertes Konto | Echtes Konto | |
|---|---|---|
| Wohin die Order geht | In die interne Engine der Firma | Zum Broker an den Markt |
| Slippage | Wird durch die Regeln der Engine modelliert | Marktgerecht |
| Gaps und Sprünge | Können geglättet werden | Wie am Markt |
| Was das für Sie bedeutet | Die Statistik lässt sich nicht direkt auf ein echtes Konto übertragen | Die Statistik ist mit der des Marktes vergleichbar |
| Ist die Auszahlung echt | Ja, aus Mitteln der Firma | Ja, aus Mitteln der Firma |
Ein Prop-Konto im Trading gegen ein Brokerkonto
Ein Vergleich anhand eines einzelnen Parameters ist sinnlos: die Konten sind unterschiedlicher Natur. Nützlicher ist ein Vergleich danach, was jedes von ihnen begrenzt.
Häufige Fragen
Was ist ein Prop-Konto einfach erklärt?
Ein Handelskonto, das auf eine Prop-Firma eröffnet ist und zu dem Sie nach Vertrag Zugang erhalten. Sie handeln, die Firma rechnet das Ergebnis nach ihren Regeln und zahlt Ihren Gewinnanteil aus eigenen Mitteln.
Wie unterscheidet sich ein Funded Account von einem Prop-Konto?
Praktisch gar nicht: es ist dasselbe, aber mit Funded Account bezeichnet man häufiger ein Konto nach bestandener Evaluierung. Es hat kein Gewinnziel, dafür erscheinen Split, Auszahlungsschwelle und Zyklus.
Ist das Geld auf einem Prop-Konto echt oder nicht?
In den meisten Online-Programmen nicht, das Konto ist simuliert. FTMO schreibt das offen. Die Auszahlung ist dabei echt: sie kommt nach Vertrag aus Mitteln der Firma und nicht vom Handelskonto.
Kann man ein Prop-Konto aufladen?
Nein, und das ist der Kern des Modells: Sie zahlen für eine Evaluierung und leisten keine Einzahlung. Die Kontogröße lässt sich nur per Upgrade gegen Zuzahlung oder über einen Scaling Plan nach Ergebnissen erhöhen.
Was passiert mit einem Prop-Konto bei einem gebrochenen Limit?
Es wird geschlossen, der Zugang endet, die Gebühr wird nicht zurückgezahlt. Nicht angeforderter Gewinn auf einem Funded-Konto geht dabei mit dem Konto verloren — deshalb sollte man ihn nicht ansparen.
Wie erfährt man, ob mein Funded Account echt ist?
An den Regeln und an der Ausführungsart: die Wörter simulated, demo, virtual in der Kontobeschreibung bedeuten Simulation. Ein indirektes Zeichen ist das Fehlen echter Gaps und eine identische Ausführung zu jeder Tageszeit.
Lässt sich Statistik von einem Prop-Konto auf ein echtes übertragen?
Nicht direkt. Auf einem simulierten Konto werden Slippage und Gaps modelliert, deshalb kann die Kurve glatter sein als die des Marktes. Den Unterschied sollte man auf einer kleinen echten Größe prüfen und nicht auf Vertrauen nehmen.
Wie viele Prop-Konten darf man gleichzeitig haben?
Meist mehrere, und das ist verbreitete Praxis. Die Beschränkung liegt nicht in der Zahl der Konten, sondern in der Verbindung der Entscheidungen: identische Trades auf mehreren Konten und Hedge zwischen ihnen sind bei den meisten Firmen verboten.
Wem gehört der Gewinn auf einem Prop-Konto vor der Auszahlung?
Der Firma. Ihr Anteil wird im Moment der Auszahlung Ihrer, davor bleibt er eine Verpflichtung der Firma. Rechtlich ist das näher an einer Forderung als an Geld in Verwahrung.
Darf man ein Prop-Konto von Hand und mit einem Advisor gleichzeitig handeln?
Technisch ja, wenn Advisors erlaubt sind. Die Firma schaut aber auf das Ergebnis und nicht auf die Methode: Trades, die mit fremden in Zeit und Richtung übereinstimmen, können als Kopieren gewertet werden.